Jeden Tag hören viele Menschen von Ihrem Arzt die Diagnose Rheuma. Die Frage die sich daraus ergibt ist: Was bedeutet das? Denn Rheuma kann sehr vieles bedeuten. Hinter dem Begriff Rheuma stehen mehr als 100 verschiedene Erkrankungen. Um sich der genauen Bedeutung der Diagnose des Arztes bewusst zu werden, muss man zunächst einmal erfahren, um welches Rheuma es sich konkret handelt.
Rheuma Symptome und Heilung
Mehrere Millionen Menschen leiden dauerhaft an rheumatischen Erkrankungen. Häufig äußert sich das durch Schmerzen an den Bewegungsorganen, Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe. Gemäß der WHO bildet Rheuma den Überbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind.
Dabei unterscheidet man im Wesentlichen vier Hauptgruppen.
- Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden / pararheumatische Erkrankungen
- Weichteilrheumatismus / Schmerz-Muskelerkrankungen
- Entzündlich-Rheumatische Erkrankungen
Leben mit Rheuma
Dank der heutigen Medizin können rheumatische Erkrankungen heute meist wirksam behandelt werden. Dennoch kann eine völlige Heilung nicht ereicht werden, da der überwiegende Teil rheumatischer Erkrankungen chronisch verläuft. Daher ist eine professionelle Therapie besonders wichtig, um einen möglichst ‘normalen’ Alltag zu haben. Eine Linderung ist durch einen Therapieplan eines Rheumatologen möglich.
Wann ist eine Kur bei Rheuma ratsam?
So zahlreich die rheumatischen Erkrankungen, so vielfältig sind auch ihre Behandlungs- und Heilungsmethoden. Kuren unterstützen den Heilungsprozess und dienen in erster Linie dazu, den Gesundheitszustand zu erhalten oder bei chronischen Erkrankungen Verschlechterungen aufzuhalten. Leidet der Patient an einer rheumatischen Erkrankung, so kann dieser nach erfolgreicher und stabiler Rückbildung der Krankheit den Heilungsprozess durch eine Kur unterstützen und sichern.
Rheumakurorte
In der Regel zeichnen sich die so genannten Rheumabäder, Rheumakurorte oder allgemein Kurbäder durch ihre ortsgebundenen Heilmittel aus. Dazu zählen Moorpackungen, Moorbäder, Thermalbäder, Solebäder, u.v.m. Es ist von großer bedeutung, die richtige Kur für die jeweilige rheumatische Erkrankung wahrzunehmen; denn Kur ist nicht gleich Kur. Neben einem klassischen Aufenthalt in einer Kurklinik kann sich der Patient auch in einer so genannten offenen Badekur behandeln lassen.
Rheumakuren in Polen / Rheumakuren in Deutschland
Der Vorzug einer Kur ist, dass immer mehr Kurhäuser auf eine angenehme Atmosphäre, schönes Ambiente und guten Service setzen. Verbinden Sie einen schönen Urlaub mit wohltuenden Maßnahmen zur Unterstützung und zum Erhalt Ihrer Gesundheit. Gerade die Ostsee bietet eine optimale Kombination aus angenehmen Klima, wunderschöner Natur und Kurhäusern. Aber auch in vielen Kurorten in Deutschland, die traditionell durch die Bezeichnung ‘Bad’ gekennzeichnet sind, werden sowohl eine angenehme Umgebung, sowie Fachkompetenz geboten. Eine Kur ist sicherlich angenehmer, als lediglich Tabletten zum Aufhalten der Krankheit einzunehmen.
Eine anhaltende Kur verspricht durch gezielte und regelmäßige Behandlung durch spezielle Anwendungen großen Erfolge in der Rehabilitation. Eine Kur sollte allerdings niemals ohne einen erfahrenen Arzt durchgeführt werden.
Erfahrungsaustausch
Zu den wichtigsten Elementen der Rheumabehandlung zählen auch psychologische Maßnahmen. Soziale Unterstützung, sowie seelische Begleitung werden von Rheumapatienten unbedingt gebraucht. Daher ist es sicherlich ratsam, sich mit anderen Rheumaerkrankten auszutauschen. Dadurch kann man sich gegenseitig Halt geben und hilfreiche Tipps für den Alltag teilen. Natürlich bietet eine Rheuma Kur zahlreiche Möglichkeiten für Gespräche und neue Bekanntschaften.
Rheuma Ernährung
Entzündungen werden durch Ecosanoide ausgelöst. Diese wiederum bilden sich aus der Fettsäure Arachidonsäure. Je weniger tierische Lebensmittel wie z.B. Fleisch und Wurst (da diese Fettsäuren enthalten) somit konsumiert werden, desto weniger Entzündungsfaktoren können gebildet werden. Natürlich gilt es sowohl in einer Rheuma Kur auf die Ernährung zu achten, als auch im Alltag.
Rheuma Medikamente
Jeder Rheumapatient benötigt einen individuell für ihn erstellten Therapiplan eines Rheumatologen. Grundsätzlich behandelt man z.B. entzündliches Gelekrheuma in der Soforttherapie mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten. In der Langzeithterapie hingegen mit so genannten Basistherapeutika, die langfristig den Entzündungsprozess im Körper stoppen sollen. Während der Rheuma Kur kann daher nicht auf die verschriebenen Medikamente verzichtet werden.